
Eine Woche vor der Party sind an die hundert Leute auf dem Platz. Gewusel an allen Ecken: Sie bauen Zelte, ziehen Kabel, funken wichtig durch die Gegend. Doch eines machen alle eine Woche lang gemeinsam (mal abgesehen von der allabendlichen Feier): Sie fluchen. Seit einer Woche gießt es und die beste Sichtweise der Dinge besteht darin, die braune Matschepampe als große Challenge zu sehen. Auf'm Fahrrad durch den Schlamm. Yeah!
Die einschlägigen Internetseiten widersprechen sich, was das kommende Wetter angeht. Also einigen wir uns auf wetter.de, weil man uns dort wenigstens noch eine Chance auf ein halbwegs trockenes Wochenende einräumt. Dann am Donnerstag die ersten Camper und Katastrophenmeldungen im Forum: Land unter. Alles Quark und weniger Schlamm haben wir gesagt und hatten Recht. Von Donnerstag Abend bis Sonntag Abend durchgehend Sonnenschein in Saalburg.
Soviel zum Wetter, als entscheidendste Nebensache eines Festivals. Und sonst so? Auf den Stages gaben die Künstler ihr Bestes, um euch in die richtige Stimmung zu versetzen. DJ Rush formulierte es so: "I think some festivals are good, some are just big with no vibe, but as a dj it's up to us to make the vibe and guide the people into another dimension." Das Selbe Motto galt natürlich für die gesamte Crew vor und hinter der Bühne und auch für das großartige Publikum auf den Floors.
Mit Underworld gab es dann am Samstag das Highlight des Festivals und selbst die Jungs und Mädels, die sonst voll eingespannt sind, um das Festival so richtig rund laufen zu lassen, haben sich für eine halbe Stunde abgeseilt und standen mit großen Augen der Verzückung vor der Center Stage.
Auch in diesem Jahr hat allen, auch und vor allem denen, die gearbeitet haben, die SMS wieder einen riesen Spaß gemacht. Ein herzliches Dankeschön an euch alle, die ihr die Party zu dem macht, was sie ist: Das knuffigste Festival westlich des Ural.
LineUp FR:
LineUp SA:
LineUp SO:
Zelte/Bühne:
1 Centerstage
2 Zirkuszelte
5 Clubzelte
1 Fresh&Sexy Stage
3 Beachvolleyballfelder
Wetter:
Zitterpartie! Während ganz Europa in reißenden Fluten versank, schien Saalburg wie eine Insel der Glückseeligkeit. Bis Donnerstag schüttete es auch bei uns wie aus Kannen. Und dann, auf einmal (es fehlte eigentlich ein Satz himmlischer Geigen aus den Boxen im Background) brachen die Wolken auf und die Abendsonne färbte das Gelände golden. Dann: Freitag Sonne, Samstag Sonne, Sonntag Sonne. Erst am Sonntag Abend, als es an den Abbau ging, goss es wieder.